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Ver­bes­se­rung der Teilhabe von Men­schen mit Be­hin­de­run­gen am Arbeitsleben

Neues Pro­jektAr­bei­ten wie ich es will!“: 1,2 Mil­lio­nen Euro für die Übergangsforschung

Portraitfoto von Dr. Bastian Pelka an einer rötlichen Ziegelwand © Jana Sandner
Vertretungs-Pro­fes­sor Dr. Bastian Pelka freut sich mit sei­nem Team über die Zusage für das Pro­jektAr­bei­ten wie ich es will!“

Vertretungsprofessor Dr. Bastian Pelka und sein Team freuen sich über eine Projektzusage: Der Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Men­schen am Arbeitsleben för­dert fünf Jahre lang ein Pro­jekt zur Ver­bes­se­rung des Übergangs von Be­schäf­tig­ten in Werkstätten für behinderte Men­schen (WfbM) in den allgemeinen Ar­beits­markt. Zum Ein­satz kom­men eine KI-gestützte App, die Methode „Reallabor“ und der Ansatz der „sozialen In­no­va­ti­on“.

Men­schen mit Schwerbehinderung nehmen in ei­nem deutlich geringeren Maß am allgemeinen Ar­beits­markt teil als Men­schen ohne Be­hin­derung. Auch das Ins­tru­ment der WfbM kann nur zu ei­nem geringen Teil die Erwartung eines Übergangs von Be­schäf­tig­ten auf den allgemeinen Ar­beits­markt erfüllen. Die di­gi­ta­le Trans­for­ma­tion von Ar­beit, Bil­dung und Unternehmensprozessen schafft wei­tere Barrieren, die Men­schen mit Be­hin­de­run­gen von Arbeitsmarktzugängen abhalten.

„Dies ist der Hintergrund, vor dem wir Ansatzpunkte für eine Ver­bes­se­rung des Übergangs suchen“, er­klärt Pelka, der den Forschungsbereich In­no­va­ti­on und Bil­dung in der di­gi­ta­len Gesell­schaft der sfs leitet und zur Zeit die Pro­fes­sur Rehabilitationssoziologie an der Fa­kul­tät Re­ha­bili­ta­tions­wissen­schaf­ten vertritt. Das Pro­jekt tritt in eine Situation, in der einerseits seit langem Diskurse zur Be­deu­tung des Lernortes WfbM geführt wer­den, an­de­rer­seits aber auch aktuelle Gesetzgebung, Urteile und po­li­ti­sche Rah­men­be­ding­ung­en zu Innovationen in der Ge­stal­tung des Übergangs aufrufen.

„Damit ist das Pro­jekt sowohl akademisch, als auch gesellschaftlich spannend und hat das Potenzial innerhalb der Projektlaufzeit viele Veränderungen auf­neh­men und begleiten zu kön­nen“, so Pelka.

Im Pro­jektAr­bei­ten wie ich es will!“ wol­len die vier Partnereinrichtungen – der Trägerverein Franz Sales Haus (Essen), das Fraun­ho­fer-Anwendungszentrum SYMILA, die Fach­hoch­schu­le Münster/Münster School of Design sowie die TU Dort­mundMen­schen mit Be­hin­de­run­gen dabei un­ter­stüt­zen, Ent­schei­dun­gen über Arbeitsmarktzugänge stärker selbst zu über­neh­men. Men­schen sollen in die Lage versetzt wer­den, ih­re eigenen Kom­pe­ten­zen besser zu er­ken­nen, diese mit An­for­de­run­gen des Arbeitsmarktes abzugleichen und ggf. Unter­stüt­zung gezielt abrufen zu kön­nen. Damit peilen sie in ei­nem System, in dem viele Beteiligte (z.B. pä­da­go­gi­sche Fachkräfte und Anleiter:innen in den WfbM) diese Ent­schei­dun­gen mit be­ein­flus­sen und dabei vielleicht auch für Men­schen mit Be­hin­de­run­gen Ent­schei­dun­gen treffen, auf eine Verlagerung der Entscheidung hin zu den sie betreffenden Men­schen an. In der For­schung zu sozialen Innovationen wird dies als „Neukonfigurationen sozialer Praktiken“ bezeichnet.

Methodisch setzt das Pro­jekt auf eine KI-gestütztes App, die Men­schen mit Be­hin­de­run­gen zur Information über Arbeitsmarktzugänge nut­zen kön­nen und die barrierearm z.B. über Hilfsmittel, Förderangebote und eigene Ansprüche informiert sowie dies in den Kontext von möglichen Arbeitsplätzen einbindet. Außerdem wer­den Men­schen mit dem Ins­tru­ment des Reallabors dabei un­ter­stützt, eigene Kom­pe­ten­zen sehr praktisch zu erfahren sowie Kom­pe­ten­zen im Umgang mit di­gi­ta­len Me­di­en zu erwerben. In ei­nem wei­te­ren Schritt wer­den Erhebungen in der WfbM hinderliche und förderliche Faktoren für den not­wen­di­gen Innovationsprozess iden­ti­fi­zie­ren und Work­shops mit Un­ter­neh­men Schnittstellen am Über­gang thematisieren.

Das Pro­jekt hat bei einer Lauf­zeit von 11/2022 bis 10/2026 ein Fördervolumen von 5,9 Mil­lio­nen Euro. Davon entfallen 1,2 Mil­lio­nen Euro auf die TU Dort­mund.

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Anfahrt & Lageplan

 

A2:

Abfahrt 13 (Kreuz Dort­mund Nord-Ost), Rich­tung Derne/Schwerte (B236), 1. Abfahrt Rich­tung Dort­mund-Eving, nächste Ampelkreuzung rechts abbiegen (Kemminghauser Str.), nach 2,7km links abbiegen (Evinger Str./B 54), nach 1,1km Ampelkreuzung links abbiegen (Deut­sche Straße), nach 500m links be­fin­det sich der Evinger Platz.

 

A40/B1/A44:

Von der Bundesstraße 1 (Ver­län­ge­rung A40 bzw. A44) bis zum Kreuz B1/B236 Rich­tung Lünen, 3. Abfahrt Rich­tung Dort­mund-Eving.

 

A45:

Abfahrt Dort­mund Hafen, bis Kreuzung Münsterstraße (B54) links abbiegen, Rich­tung Eving, nach ca. drei Kilometern abbiegen in die Deut­sche Straße.

 

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Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der U-Bahn 41 zur Haltestelle "Zeche Minister Stein". Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, mit der S-Bahn 1 gelangt man von dort direkt zum Hauptbahnhof Dort­mund.

Vom Hauptbahnhof Dort­mund mit der Stadtbahn U 41 (Rich­tung Brambauer / Brechten) bis zur Haltestelle Zeche Minister Stein fahren. In Fahrtrichtung der Stadtbahn rechts liegt das Zen­trum Minister Stein.

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