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Partizipation

Wie be­tei­li­gen sich Be­schäf­tigte an der Ge­stal­tung ihrer Ar­beit?

Partizipation umfasst sowohl institutionalisierte Formen der Mitbestimmung durch gewählte Organe der Interessenvertretung (Betriebs-/Personalrat) als auch eine direkte Be­tei­li­gung der Be­schäf­tig­ten selbst, sei es im Team oder als Individuen.

Un­se­re Forschungen be­fas­sen sich mit Mög­lich­keiten und Formen der Beschäftigtenpartizipation im Wandel der Arbeitswelt.

Besprechung in einem abgegrenzten Büro mit Papierblättern an der Wand. Am Tisch sitzen fünf Mitarbeiter mit weißem Shirt und grauer Latzhose. Trinken steht auf dem Tisch. Ein Mitarbeiter steht angelehnt an einem Stuhl hinter diesen. Rechts im Hintergrund Schließfächer, links im Hintergrund ein Schreibtisch mit einem Computerbildschirm. © Quelle: sfs

Akzeptanzbasierte soziale Innovationen in der Arbeitswelt (z.B. in den Be­rei­chen Arbeits­orga­ni­sa­tion, Komptenzentwicklung und Management) sind ohne partizipative, in­klu­si­ve und befähigende Ver­fah­ren kaum vorstellbar. Ihnen kommt in Gesell­schaft und Betrieb wachsende Be­deu­tung zu.

Auf ge­sell­schaft­li­cher Ebe­ne stellt sich die Fra­ge, wie die Zivilgesellschaft in die Bearbeitung großer Zukunftsfragen (z.B.: Wie kann und soll die Di­gi­ta­li­sie­rung gestaltet wer­den?) aktiv eingebunden wer­den. Eng hiermit verbunden sind Fra­gen nach er­for­der­lichen arbeits- und sozialpolitischen Weichenstellungen um einen maximalen ge­sell­schaft­li­chen Nut­zen zu erzielen.    

Mit der Öffnung der Unternehmensgrenzen in Innovationsprozessen (Open In­no­va­ti­on; Co-Creation) hat sich ein breites Spektrum an neuen sozialen Praktiken zur Einbeziehung ver­schie­dener Akteursgruppen ent­wickelt (Lead User-Methode, Crowdsourcing und Innovationswettbewerbe, Living Labs, Realexperimente).    

Die Sozial­forschungs­stelle ist auf beiden Feldern aktiv. Einen guten Überblick über die hiermit verbundenen Konzepte findet sich in folgendem Kongressband „Innovationen für die Gesell­schaft – Neue Wege und Me­tho­den zur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen“.

Auf betriebliche Ebe­ne dominiert im Moment die Aus­ei­nan­der­set­zung mit der Ge­stal­tung digitaler Tech­no­lo­gi­en. In der Debatte um Ar­beit 4.0 gilt Mitarbeiterorientierung als we­sent­li­cher Erfolgsfaktor. Dabei geht es nicht nur um die Einführung und Op­ti­mie­rung von di­gi­ta­len Tech­no­lo­gi­en durch eine Mitarbeitereinbindung, sondern vor allem auch da­rum, dass die Be­schäf­tig­ten – im Sinne einer „guten“, humanorientierten Ar­beit – durch Partizipationsangebote selbst Ein­fluss auf die Ge­stal­tung ihrer Ar­beit nehmen.

Ein Bei­spiel für partizipative Vorgehensweise findet sich hier:

Ein wich­ti­ger Ansatzpunkt zur Mobilisierung des Erfahrungswissens und zur Be­tei­li­gung der Be­schäf­tig­ten sind ent­spre­chende Managementkonzepte und Führungsansätze. Das Führungsverständnis und die Fähigkeiten von Führungskräften un­ter­schied­li­cher Hierarchieebenen be­ein­flus­sen stark, inwieweit die Po­ten­ziale der Di­gi­ta­li­sie­rung zum Zweck guter Ar­beit erschlossen wer­den kön­nen. Die aktuelle Her­aus­for­de­rung von Führungskräften besteht darin, dass sich alle in Wechselwirkung stehenden Ele­men­te des betrieblichen Interaktionsgefüges, wie Men­schen, Ma­schi­nen, Organisationsabläufe, Arbeitsaufgaben, permanent wandeln. Digitalisierungsprozesse sind so zu steuern, dass Mitarbeitern er­mög­licht wird, ih­re Arbeitsleistung in personenförderlicher Weise zu erbringen und ih­re Partizipations- bzw. Mitgestaltungsansprüche zur Geltung kom­men. Dies kann nur gelingen, wenn das betriebliche Interaktionsgefüge als soziodigitales System begriffen und gesteuert wird.

 

Sprechblase In blauer Schrift „eu win“. Im Hintergrund viele kleine bunte Symbole.

Auf eu­ro­pä­i­scher Ebe­ne engagiert sich die Sozial­forschungs­stelle im European Workplace In­no­va­ti­on Network (EUWIN). Auf Grundlage moderner soziotechnischer Ansätze erfolgt ein Aus­tausch von For­schungs­er­geb­nissen und Praxiserfahrungen mit partizipationsorientierten Kon­zep­ten. Wechselseitiges Ler­nen und Er­hö­hung der praktischen Wirkung (Diffusion ent­sprech­en­der Konzepte in die Betriebe) stehen im Mit­tel­punkt.


Aktuelle Projekte

Die aktuelle Her­aus­for­de­rung von Führungskräften besteht darin, dass sich alle in Wechselwirkung stehenden Ele­men­te des betrieblichen Interaktionsgefüges, wie Men­schen, Ma­schi­nen, Organisationsabläufe, Arbeitsaufgaben, permanent wandeln. Digitalisierungsprozesse sind so zu steuern, dass Mit­ar­bei­ter*innen er­mög­licht wird, ih­re Arbeitsleistung in personenförderlicher Weise zu erbringen und ih­re Partizipations- bzw. Mitgestaltungsansprüche zur Geltung kom­men. Dies kann nur gelingen, wenn das betriebliche Interaktionsgefüge als soziodigitales System begriffen und gesteuert wird. Folglich soll das For­schungs­pro­jekt eLLa Führungskräfte zur Steuerung soziodigitaler Sys­te­me durch den Auf­bau von Interaktionskompetenz befähigen.


Publikationen

Christine Carolin Best: Wissensweitergabe bei Vorsitzwechsel im Betriebsrat – Betriebliche Mitbestimmung im Zei­chen des Generationenwechsels, Sozial­forschungs­stelle, Beiträge aus der For­schung, Band 206, Dort­mund 2020
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Anfahrt & Lageplan

 

A2:

Abfahrt 13 (Kreuz Dort­mund Nord-Ost), Rich­tung Derne/Schwerte (B236), 1. Abfahrt Rich­tung Dort­mund-Eving, nächste Ampelkreuzung rechts abbiegen (Kemminghauser Str.), nach 2,7km links abbiegen (Evinger Str./B 54), nach 1,1km Ampelkreuzung links abbiegen (Deut­sche Straße), nach 500m links be­fin­det sich der Evinger Platz.

 

A40/B1/A44:

Von der Bundesstraße 1 (Ver­län­ge­rung A40 bzw. A44) bis zum Kreuz B1/B236 Rich­tung Lünen, 3. Abfahrt Rich­tung Dort­mund-Eving.

 

A45:

Abfahrt Dort­mund Hafen, bis Kreuzung Münsterstraße (B54) links abbiegen, Rich­tung Eving, nach ca. drei Kilometern abbiegen in die Deut­sche Straße.

 

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Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der U-Bahn 41 zur Haltestelle "Zeche Minister Stein". Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, mit der S-Bahn 1 gelangt man von dort direkt zum Hauptbahnhof Dort­mund.

Vom Hauptbahnhof Dort­mund mit der Stadtbahn U 41 (Rich­tung Brambauer / Brechten) bis zur Haltestelle Zeche Minister Stein fahren. In Fahrtrichtung der Stadtbahn rechts liegt das Zen­trum Minister Stein.

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