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Geschlechterverhältnisse

Werden sich durch den Wandel der Ar­beit die Geschlechterverhältnisse verändern?

Büroschreibtisch. Mann sitzt mit Headset an seinem Laptop. Frau steht mit linker Hand am Tisch angelehnt neben ihm, schaut auf den Laptop. Im Vordergrund verschwommen ein Laptop mit Kabelverbindung zu einem PC-Bildschirm. © Quelle: sfs

Die Geschlechterdifferenz in Gesell­schaft und Betrieb basiert auf ei­nem Geschlechterwissen aus stereotypen Vor­stel­lun­gen über Frauen und Männer. Dieses Wissen prägt das alltägliche Handeln und drückt sich in Macht­ver­hält­nis­sen aus, in denen Frauen sys­te­ma­tisch be­nach­tei­ligt wer­den.

Un­se­re For­schung zielt darauf, Diskriminierungen sichtbar zu ma­chen und Chancen zur Veränderung aufzuzeigen.

Der Begriff „Geschlechterverhältnis” be­schreibt die Beziehungen zwischen Frauen und Männern, und da­rü­ber hinaus, wie sie historisch ent­stan­den und gesellschaftlich or­ga­ni­siert sind. Das Geschlechterverhältnis stellt eine soziale Beziehung dar. Ihre Gestaltung ist davon abhängig, ob und wie das Machtgefüge zwischen den Geschlechtern angelegt ist, wie die Arbeitsteilung, wie stark die Hierarchisierung. Das Geschlechterverhältnis kann ausbalanciert sein, es kann aber auch von Disparitäten durchzogen und herrschaftsförmig sein. Sind Geschlechterverhältnisse hierarchisch, markieren sie soziale Ungleichheit, Herrschafts- und Machtzusammenhänge. Der historische Vergleich zeigt, dass po­li­ti­sche, ökonomische oder andere Umbrüche, die in Rich­tung Modernisierung gehen, auch Veränderungen im Geschlechterverhältnis bewirken kön­nen. Diese Veränderungen bedeuten jedoch nicht immer eine Gleichstellung von Frauen und Männern.

Drei Fragen stehen im Vordergrund:

  • Wie gestaltet sich der Prozess der Umstrukturierung des Betriebes vor dem Hintergrund der Veränderung des Geschlechterverhältnisses?
  • Welche Elemente betrieblicher Umstrukturierungen tragen zur Ver­bes­se­rung der Ar­beits­be­din­gungen und Beschäftigungsperspektiven von Frauen bei?
  • Welche Gründe sind ausschlaggebend für Wandel oder Bestand der be­ste­henden Geschlechterordnung?

Ausgewählte Projekte

  • Ar­beit und Ge­schlecht in der aktuellen For­schung und For­schungs­för­de­rung“ finanziert durch die Hans-Böckler-Stiftung.
  • „Die Zukunft der in­dus­tri­el­len Einfacharbeit aus der Geschlechterperspektive“ wurde im Rah­men des am For­schungs­in­s­ti­tut für gesellschaftliche Wei­ter­ent­wick­lung (FGW) angesiedelten Themenbereichs „Di­gi­ta­li­sie­rung von Ar­beit / In­dus­trie 4.0“ durch das Wissenschaftsministerium des Lan­des NRW ge­för­dert.
  • Di­gi­ta­li­sie­rung, Ar­beit und Geschlechterverhältnisse am Bei­spiel der Sachbearbeitung in Dienstleistung und In­dus­trie“ wird finanziert von der Hans-Böckler-Stiftung.
  • „Widersprüchliche In­te­gra­ti­on von Frauen in Dienstleistungsarbeit“ (Teilprojekt im Rah­men des Verbundprojektes „e-Labour“, ge­för­dert vom BMBF.

Ausgewählte Publikationen

  • Kutzner, Edelgard / Schnier, Victoria (2019):
    Geschlechterverhältnisse in Digitalisierungsprozessen industrieller Einfacharbeit – Szenarien und Interventionsmöglichkeiten. In: Hirsch-Kreinsen, Hartmut/Ittermann, Peter/Falkenberg, Jonathan (Hrsg.): Szenarien digitalisierter Einfacharbeit. Konzeptionelle Überlegungen und empirische Befunde aus Pro­duk­tion und Logistik, Baden-Baden,  S. 191-213
  • Kutzner, Edelgard; Roski, Melanie; Hilf, Ellen; Freye, Saskia (Hrsg.) (2019):
    Wandel der Ar­beit durch Di­gi­ta­li­sie­rung = Wandel der Geschlechterverhältnisse? Dokumentation der Tagung am 17. Mai 2019. Dort­mund/Düsseldorf. Download als pdf
  • Kutzner, Edelgard; Schnier, Victoria (2019):
    Industrielle Einfacharbeit, Ge­schlecht und Di­gi­ta­li­sie­rung. Eine explorative Studie. Düsseldorf. Download als pdf
  • Kutzner, Edelgard (2019):
    Geschlechterverhältnisse in Pro­zessen der Di­gi­ta­li­sie­rung industrieller Einfacharbeit. Stabilisierung oder Neuverhandlung. In: Zeitschrift Ar­beit Heft 28/2019, S. 281-401.
  • Kutzner, Edelgard (2019):
    Wandel der Ar­beit durch Di­gi­ta­li­sie­rung - Wirkungen auf Geschlechterverhältnisse in Betrieb und Ver­wal­tung. In: Sabine Berghan; Ulrike Schultz (Hg.): Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Hamburg, Kapitel 4/9.1 - 9.7, S. 1-28
  • Kutzner, Edelgard; Roski, Melanie (2019):
    Ar­beit, Tech­nik und Ge­schlecht – neue Grenzziehungen durch Di­gi­ta­li­sie­rung? In: Feministische Studien Heft 2/2019, 363-372
  • Jacobsen,Heike; Hilf, Ellen (2019):
    Beruf als Fiktion - Wandel von Berufsfachlichkeit im Einzelhandel unter flexibilisierten Beschäftigungsbedingungen; In: Dunkel, Wolfgang; Hanekop, Heidemarie; Mayer-Ahuja, Nicole (Hg.): Blick zu­rück nach vorn - Sekundäranalysen zum Wandel von Ar­beit nach dem Fordismus. Cam­pus (Reihe Labour Studies), Frankfurt/New York.
  • Hilf, Ellen; Jacobsen, Heike; Meschkutat, Bärbel; Pohlheim, Katja (2018):
    Berufsfachlichkeit im Einzelhandel - eine umkämpfte Ressource; In: Ar­beits- und industriesoziologische Studien, Band: 11, Heft 1, Mai/2018, 60-75
  • Kutzner, Edelgard (2018):
    Di­gi­ta­li­sie­rung von Ar­beit als "Baustelle" einer geschlechterbezogenen Arbeitsforschung. Transformationsprozesse in der Büroarbeit. In: Ar­beits- und Industriesoziologische Studien 11 2, S. 211–228 Download als pdf
  • Hilf, Ellen; Krüger, Franziska; Meschkutat, Bärbel (2017):
    "Mapping DCC RUHR".Studie zur Ent­wick­lung einer Landkarte der be­ste­henden Strukturen, Maß­nahmen und Angebote zur Gewinnung und Bindung von Doppelkarrierepaaren und Analyse von Beispielen guter Praxis in der Wissensmetropole Ruhr; (Beiträge aus der For­schung; 196); Dort­mund.
  • Kutzner, Edelgard (2017):
    Ar­beit und Ge­schlecht. Die Geschlechterperspektive in der Aus­ei­nan­der­set­zung mit Ar­beit - aktuelle Fragen und He­raus­for­de­run­gen. Working Paper For­schungs­för­de­rung 030. Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung. Download als pdf
  • Kutzner, Edelgard; Schnier, Victoria (2017):
    Geschlechterverhältnisse in Digitalisierungsprozessen von Ar­beit: konzeptionelle Überlegungen und empirische Fragestellungen. In: ARBEIT 26 Nr. 1, S. 137-157.

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Anfahrt & Lageplan

Anreise mit öf­fent­lichen Verkehrsmitteln

Vom Hauptbahnhof Dort­mund mit der Stadtbahn U 41 (Rich­tung Brambauer / Brechten) bis zur Haltestelle Zeche Minister Stein fahren. In Fahrtrichtung der Stadtbahn rechts liegt das Zen­trum Minister Stein.

Einen Übersichtsplan finden Sie hier.