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Geschlechter­verhältnisse

Werden sich durch den Wandel der Ar­beit die Geschlechter­verhältnisse verändern?

Die Geschlechterdifferenz in Gesell­schaft und Betrieb basiert auf ei­nem Geschlechterwissen aus stereotypen Vor­stel­lun­gen über Frauen und Männer. Dieses Wissen prägt das alltägliche Handeln und drückt sich in Macht­ver­hält­nis­sen aus, in denen Frauen sys­te­ma­tisch be­nach­tei­ligt wer­den.

Un­se­re For­schung zielt darauf, Diskriminierungen sichtbar zu ma­chen und Chancen zur Veränderung aufzuzeigen.

Büroschreibtisch. Mann sitzt mit Headset an seinem Laptop. Frau steht mit linker Hand am Tisch angelehnt neben ihm, schaut auf den Laptop. Im Vordergrund verschwommen ein Laptop mit Kabelverbindung zu einem PC-Bildschirm. © Quelle: sfs

Der Begriff „Geschlechterverhältnis” be­schreibt die Be­zie­hun­gen zwi­schen Frauen und Männern, und da­rü­ber hinaus, wie sie historisch ent­stan­den und gesellschaftlich or­ga­ni­siert sind. Das Geschlechterverhältnis stellt eine soziale Beziehung dar. Ihre Ge­stal­tung ist davon abhängig, ob und wie das Machtgefüge zwi­schen den Geschlechtern angelegt ist, wie die Arbeitsteilung, wie stark die Hierarchisierung. Das Geschlechterverhältnis kann ausbalanciert sein, es kann aber auch von Disparitäten durchzogen und herrschaftsförmig sein. Sind Geschlechter­verhältnisse hierarchisch, markieren sie soziale Ungleichheit, Herrschafts- und Machtzusammenhänge. Der historische Vergleich zeigt, dass po­li­ti­sche, ökonomische oder andere Umbrüche, die in Rich­tung Modernisierung gehen, auch Veränderungen im Geschlechterverhältnis bewirken kön­nen. Diese Veränderungen bedeuten jedoch nicht immer eine Gleichstellung von Frauen und Männern.

Drei Fra­gen stehen im Vordergrund:

  • Wie gestaltet sich der Prozess der Umstrukturierung des Betriebes vor dem Hintergrund der Veränderung des Geschlechterverhältnisses?
  • Welche Ele­men­te betrieblicher Umstrukturierungen tragen zur Ver­bes­se­rung der Ar­beits­be­din­gungen und Beschäftigungsperspektiven von Frauen bei?
  • Welche Gründe sind ausschlaggebend für Wandel oder Bestand der be­ste­henden Geschlechterordnung?

Ausgewählte Projekte


Ausgewählte Publikationen

  • Kutzner, Edelgard / Schnier, Victoria (2019):
    Geschlechter­verhältnisse in Digitalisierungsprozessen industrieller Einfach­arbeit – Szenarien und Interventionsmöglichkeiten. In: Hirsch-Kreinsen, Hartmut/Ittermann, Peter/Falkenberg, Jonathan (Hrsg.): Szenarien digitalisierter Einfach­arbeit. Konzeptionelle Überlegungen und empirische Befunde aus Pro­duk­tion und Logistik, Baden-Baden,  S. 191-213
  • Kutzner, Edelgard; Roski, Melanie; Hilf, Ellen; Freye, Saskia (Hrsg.) (2019):
    Wandel der Ar­beit durch Di­gi­ta­li­sie­rung = Wandel der Geschlechter­verhältnisse? Dokumentation der Tagung am 17. Mai 2019. Dort­mund/Düsseldorf. Download als pdf
  • Kutzner, Edelgard; Schnier, Victoria (2019):
    Industrielle Einfach­arbeit, Ge­schlecht und Di­gi­ta­li­sie­rung. Eine explorative Studie. Düsseldorf. Download als pdf
  • Kutzner, Edelgard (2019):
    Geschlechter­verhältnisse in Pro­zes­sen der Di­gi­ta­li­sie­rung industrieller Einfach­arbeit. Stabilisierung oder Neuverhandlung. In: Zeitschrift Ar­beit Heft 28/2019, S. 281-401.
  • Kutzner, Edelgard (2019):
    Wandel der Ar­beit durch Di­gi­ta­li­sie­rung - Wirkungen auf Geschlechter­verhältnisse in Betrieb und Ver­wal­tung. In: Sabine Berghan; Ulrike Schultz (Hg.): Rechtshandbuch für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Hamburg, Kapitel 4/9.1 - 9.7, S. 1-28
  • Kutzner, Edelgard; Roski, Melanie (2019):
    Ar­beit, Tech­nik und Ge­schlecht – neue Grenzziehungen durch Di­gi­ta­li­sie­rung? In: Feministische Studien Heft 2/2019, 363-372
  • Jacobsen,Heike; Hilf, Ellen (2019):
    Beruf als Fiktion - Wandel von Berufsfachlichkeit im Einzelhandel unter flexibilisierten Beschäftigungsbedingungen; In: Dunkel, Wolfgang; Hanekop, Heidemarie; Mayer-Ahuja, Nicole (Hg.): Blick zu­rück nach vorn - Sekundäranalysen zum Wandel von Ar­beit nach dem Fordismus. Cam­pus (Reihe Labour Studies), Frankfurt/New York.
  • Hilf, Ellen; Jacobsen, Heike; Meschkutat, Bärbel; Pohlheim, Katja (2018):
    Berufsfachlichkeit im Einzelhandel - eine umkämpfte Ressource; In: Ar­beits- und industriesoziologische Studien, Band: 11, Heft 1, Mai/2018, 60-75
  • Kutzner, Edelgard (2018):
    Di­gi­ta­li­sie­rung von Ar­beit als "Baustelle" einer geschlechterbezogenen Arbeits­forschung. Transformationsprozesse in der Büroarbeit. In: Ar­beits- und Industriesoziologische Studien 11 2, S. 211–228 Download als pdf
  • Hilf, Ellen; Krüger, Franziska; Meschkutat, Bärbel (2017):
    "Mapping DCC RUHR".Studie zur Ent­wick­lung einer Landkarte der be­ste­henden Strukturen, Maß­nahmen und Angebote zur Gewinnung und Bindung von Doppelkarrierepaaren und Analyse von Beispielen guter Praxis in der Wissensmetropole Ruhr; (Beiträge aus der For­schung; 196); Dort­mund.
  • Kutzner, Edelgard (2017):
    Ar­beit und Ge­schlecht. Die Geschlechterperspektive in der Aus­ei­nan­der­set­zung mit Ar­beit - aktuelle Fra­gen und He­raus­for­de­run­gen. Working Paper For­schungs­för­de­rung 030. Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung. Download als pdf
  • Kutzner, Edelgard; Schnier, Victoria (2017):
    Geschlechter­verhältnisse in Digitalisierungsprozessen von Ar­beit: konzeptionelle Überlegungen und empirische Fra­ge­stel­lun­gen. In: ARBEIT 26 Nr. 1, S. 137-157.

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Anfahrt & Lageplan

 

A2:

Abfahrt 13 (Kreuz Dort­mund Nord-Ost), Rich­tung Derne/Schwerte (B236), 1. Abfahrt Rich­tung Dort­mund-Eving, nächste Ampelkreuzung rechts abbiegen (Kemminghauser Str.), nach 2,7km links abbiegen (Evinger Str./B 54), nach 1,1km Ampelkreuzung links abbiegen (Deut­sche Straße), nach 500m links be­fin­det sich der Evinger Platz.

 

A40/B1/A44:

Von der Bundesstraße 1 (Ver­län­ge­rung A40 bzw. A44) bis zum Kreuz B1/B236 Rich­tung Lünen, 3. Abfahrt Rich­tung Dort­mund-Eving.

 

A45:

Abfahrt Dort­mund Hafen, bis Kreuzung Münsterstraße (B54) links abbiegen, Rich­tung Eving, nach ca. drei Kilometern abbiegen in die Deut­sche Straße.

 

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Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der U-Bahn 41 zur Haltestelle "Zeche Minister Stein". Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, mit der S-Bahn 1 gelangt man von dort direkt zum Hauptbahnhof Dort­mund.

Vom Hauptbahnhof Dort­mund mit der Stadtbahn U 41 (Rich­tung Brambauer / Brechten) bis zur Haltestelle Zeche Minister Stein fahren. In Fahrtrichtung der Stadtbahn rechts liegt das Zen­trum Minister Stein.

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