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Der Demografische Wandel – Kein The­ma mehr in der sozialwissenschaftlichen For­schung?

Buchcover. Oberes Drittel rot. Herausgeber Jörg Richter in weißer Schrift auf schwarzem Hintergrund. Restlicher Hintergrund grau. Titel „Arbeit und Altern“. Untertitel in weißer Schrift „Eine Bilanz nach 20 Jahren Forschung und Praxis“.

Die neue Publikation „Ar­beit und Altern" der BAuA zieht Bilanz zum demografischen Wandel in For­schung und Praxis – mit Beiträgen von Wis­sen­schaft­ler­in­nen der sfs und Stu­die­ren­den der TU Dort­mund aus dem Master „Alternde Gesellschaften“.

Der Demografische Wandel – Kein The­ma mehr in der sozialwissenschaftlichen For­schung?

Die neue Publikation „Ar­beit und Altern" der BAuA zieht Bilanz zum demografischen Wandel in For­schung und Praxis – mit Beiträgen von Wis­sen­schaft­ler­in­nen der sfs und Stu­die­ren­den der TU Dort­mund aus dem Master „Alternde Gesellschaften“.

Obgleich die Alterung der Erwerbsbevölkerung weiter voranschreitet, ist es seit dem Wissenschaftsjahr „Die Demografische Chance“ 2013 still um den Demografischen Wandel geworden. Im Sammelband „Ar­beit und Altern“ wer­den jetzt aktuelle Problemlagen und Ansätze besprochen sowie auf die letzten 20 Jahre Forschungspraxis zurückgeblickt. Der Sammelband vereint die Beiträge zur gleichnamigen Tagung im De­zem­ber 2019. 

Im Bei­trag „Vom Sternerestaurant in die Kantine? Mög­lich­keiten und Grenzen für ein berufliches Altern im Gastgewerbe“ be­schäf­ti­gen sich die sfs-Wis­sen­schaft­ler­in­nen Kerstin Guhlemann und Christine Best mit gesundem Altern im Gastgewerbe. Gesundes Altern in Ar­beit ist im demografischen Wandel wich­ti­ger denn je und doch keineswegs in allen Berufen gleich gut mög­lich. In jugendzentrierten Branchen bei­spiels­weise fehlt es noch immer an Karrierewegen, bei denen die sich wandelnden Bedürfnisse der Be­schäf­tig­ten mit den Ar­beits­be­din­gungen in Einklang gebracht wer­den kön­nen. Der Bei­trag zeigt da­her biografiezentriert Passungsprobleme auf, die ab den mittleren Lebensphasen offensichtlich wer­den. Häufig führen diese zu Branchenausstiegen oder zu beruflichen Diskontinuitäten. Im Bei­trag wer­den Ansätze zur Lö­sung dieser Probleme beschrieben. Die Befunde verdeutlichen die Relevanz einer biografischen Perspektive für eine lebensphasengerechte Arbeitsgestaltung, ins­be­son­de­re in Berufen mit begrenzter Tätigkeitsdauer.

Der Bei­trag „Altersarmut der Frau − Her­aus­for­de­rung der Ar­beits­markt und Sozialpolitik“ von Lisa Jessee, Magdalena Anastasia Müller und Julius Wiegand ist im Rah­men des Seminars „Ar­beit und Erwerbsfähigkeit“ von Melanie Roski im Master­studien­gang „Alternde Gesellschaften“ der Fa­kul­tät Sozial­wissen­schaf­ten ent­stan­den. Darin gehen die Autor:innen der These nach, dass auch die Grundrente das Problem der Armutsbedrohung verrenteter Frauen nicht lösen wird. Die Befunde zei­gen, dass die Rentenmodelle sich immer noch zu stark an männlichen Erwerbsverläufen orien­tieren. In ihren Lösungsvorschlägen plädieren die Autor:innen da­her für eine Überwindung der ungleichen Ver­tei­lung häuslicher Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern und eine stärkere Be­rück­sich­ti­gung von Care-Ar­beit bei den Pflichtbeitragszeiten.

Das Buch „Ar­beit und Altern – Eine Bilanz nach 20 Jah­ren For­schung und Praxis“, greift neben den genannten Beiträgen wei­tere re­le­van­te Aspekte und He­raus­for­de­run­gen des demografischen Wandels in der Arbeitswelt auf und ent­wickelt Per­spek­tiven für die 2020er-Jahre. Interessierten steht das Buch hier zum kostenfreien Download zur Ver­fü­gung.

Anfahrt & Lageplan

Anreise mit öf­fent­lichen Verkehrsmitteln

Vom Hauptbahnhof Dort­mund mit der Stadtbahn U 41 (Rich­tung Brambauer / Brechten) bis zur Haltestelle Zeche Minister Stein fahren. In Fahrtrichtung der Stadtbahn rechts liegt das Zen­trum Minister Stein.

Einen Übersichtsplan finden Sie hier.