SEDIMA vernetzt sich mit den anderen INQA Experimentierräumen

Die Frage, wie man durch kluge Nutzung der Diversität vorhandener Belegschaften und Berücksichtigung der Vielfalt potenzieller neuer Mitarbeitender dem Fachkräftemangel entgegentreten kann, steht im Zentrum des INQA-Förderschwerpunkts „Diversität“. Kurz bevor die fünf Projekte des Förderschwerpunktes, darunter das von der Sozial­forschungs­stelle koordinierte Projekt SEDIMA, in die zweite Hälfte der Projektlaufzeit eintreten, hatte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die von ihm koordinierte Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) ins Haus des Handwerks nach Berlin geladen, um die bisherigen Aktivitäten der Projekte gemeinsam zu reflektieren, die Kooperation der Projekte zu forcieren und vernetzte Transferstrategien zu entwerfen. Die Sozial­forschungs­stelle war mit Dr. Peter Ittermann (Projektleiter SEDIMA), Christina Meyn und Jens Maylandt in der Hauptstadt vertreten. Als SEDIMA-Praxispartner waren Jasmine Hohmann vom Klinikum Dortmund, Jeanette Koall von rku.it, Markus Maßmann, Inhaber des gleichnamigen Malerbetriebs, und Despoina Panteli von der Offensive Mittelstand angereist.
Das vom BMAS und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) konzipierte und moderierte Programm bot etliche Möglichketen zum Austausch. In den Plenumsrunden ging Dr. Peter Ittermann auf die Zielsetzungen und Handlungsansätze von SEDIMA ein. Der Ansatz von SEDIMA besteht darin, Maßnahmen des Diversity Managements an den verschiedenen Arbeitslebensphasen (Rekrutierung, Onboarding, Karriereentwicklung/Bindung, Seniorität, Ausscheiden) auszurichten. Jasmine Hohmann und Jeanette Koall repräsentierten SEDIMA beim „Unternehmenstalk“ und stellten ihre Experimentierräume vor. Das Klinikum Dortmund entwickelt im Experimentierraum „Nurse Career Navigator“ ein Assesmenttool, das Weiterentwicklungspotenziale von internationalen Pflegefachkräften und perspektivisch des gesamten Pflegepersonals identifizieren und darauf aufbauend individuelle Qualifizierungsstrategien bereitstellen soll. Im zweiten Experimentierraum, dem „Connect Club“, wird der Austausch zwischen den Pflegekräften, auch zu ihren kulturellen Hintergründen, und damit die soziale Integration im Klinikum und in Dortmund forciert. rku.it will durch seinen Experimentierraum „Gemeinsam durchs Arbeitsleben als gemischte Tüte“ erreichen, dass sich das Verständnis für Vielfalt in der Unternehmenskultur etabliert und vor allem Beschäftigte mit Migrationshintergrund die Phase der Seniorität im Unternehmen erreichen.
In den verschiedenen Austauschformaten wie der „Ideenwerkstatt“ und dem „Markt der Anschlussmöglichkeiten“ wurde deutlich, dass die Projekte bei der Entwicklung und Einführung verschiedener Diversitätsstrategien vor ähnlichen Herausforderungen stehen und Potenzial für Kooperationen besteht.
Weitere Informationen über das Projekt auf den Seiten von:





