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Fakultät Sozialwissenschaften

Podiumsdiskussion: Innovation in der Pflege – gut erforscht, schlecht umgesetzt? Politik, Kommunen und Wissenschaft im Dialog

Freitag, 13. November 2026, 13:00–14:45 Uhr

Zur Podiumsdiskussion:
Die Bewältigung der Care-Krise erfordert mehr als punktuelle Modellprojekte. Doch wie wird aus rechtlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene, kommunaler Daseinsvorsorge vor Ort und technologisch-sozialen Innovationen eine dauerhaft funktionierende Pflegeinfrastruktur? Im Panel diskutieren Vertreter:innen aus Politik, kommunaler Praxis und Techniksoziologie über Steuerungsinstrumente, Hürden bei der Implementierung und die Zukunft der Versorgung im Sozialraum.

Moderation: Julius Wiegand (TU Dortmund)

Es diskutieren:

Jun.-Prof. Dr. Andreas Bischof (TU Chemnitz) – Techniksoziologie: Rolle von Technik, Digitalisierung & KI in der Pflege, Mensch-Technik-Interaktion.

Andreas Bischof ist Professor für „Computing & Society“ an der TU Chemnitz und forscht an den Schnittstellen von Technologie, Wissenschaft und Gesellschaft. Seine Schwerpunkte liegen auf digitaler Souveränität in Arbeits- und Pflegekontexten, partizipativem Design sowie der Analyse digitaler Ungleichheiten. Er ist Mitgründer des Sociogerontechnology Network und koordiniert die PartWiss-Konferenzen.

Portrait Andreas Bischof

Dr. phil. Albert Kern (BMG) – Bundespolitik: gesetzliche Rahmenbedingungen, Finanzierung, SGB XI, Pflegereformen.

Albert Kern leitet das Referat „Grundsatzfragen der Pflege und Pflegeversicherung“ im Bundesministerium für Gesundheit. Als Experte für Human- und Gesundheitswissenschaften gestaltet er die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Reformprozesse der Pflegeversicherung maßgeblich mit. Seine Schwerpunkte sind die strategische Weiterentwicklung der Pflegeversicherung, Entbürokratisierung und Digitalisierung.

Portrait Albert Kern

Friederike Scholz (Deutscher Städtetag / Städtetag NRW) – Kommunale Umsetzung, Daseinsvorsorge, Recht, Sozialraum, städtische/ländliche Praxis.

Friederike Scholz arbeitet als Volljuristin im Dezernat Arbeit, Jugend, Gesundheit und Soziales des Deutschen Städtetages sowie des Städtetages Nordrhein-Westfalen. Ein wesentlicher Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Senioren- und Pflegepolitik. In dieser Funktion vertritt sie die Interessen der Städte auf Bundes- und Landesebene. Dabei verbindet sie rechtliche und sozialpolitische Perspektiven mit den Erfordernissen der kommunalen Praxis sowie der Frage, wie eine bedarfsgerechte, zukunftsfähige und innovative Versorgung vor Ort gestaltet werden kann.

Portrait Federike Scholz

Die Panelbeschreibung als Download