"Schlüsselstellen in Erwerbsverläufen als Basis eines passgenauen und nachhaltigen DiversityManagements" SEDiMA
Forschungsbereich Arbeit und Partizipation in Europa und Region | Forschungsgebiet Industrie- und Arbeitsforschung | Forschungsbereich Arbeitspolitik und Gesundheit | Dr. Peter Ittermann | Kerstin Guhlemann | Jens Maylandt | Celine Sabrina Dora | Iris Wroblewski
In drei Experimentierräumen erarbeiten Unternehmen Konzepte für ein auf verschiedene Lebensarbeitsphasen bezogenes Diversitätsmanagement.
Wie eine dauerhaft erfolgreiche Fachkräftesicherung in Unternehmen über mehr Vielfalt hergestellt werden kann, dieser Frage will sich das neu gestartete Projekt SEDiMA - „Schlüsselstellen in Erwerbsverläufen als Basis eines passgenauen und nachhaltigen Diversity Managements“ in den kommenden 2 Jahren widmen. Das Projekt wird über einen Zeitraum von zwei Jahren im Rahmen der INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit) sowie der Richtlinie „Unternehmen und Verwaltungen der Zukunft: INQA-Experimentierräume“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich begleitet.
Mit dem Klinikum Dortmund gGmbH, der rku.it GmbH und dem Malerbetrieb Massmann werden im Projekt ein Großunternehmen, ein Mittelständler und ein Kleinbetrieb ihre Erfahrungen in Lernpartnerschaften kombinieren und gemeinsam skalierbare Lösungen erarbeiten, die mit Hilfe der Offensive Mittelstand als starkem Transferpartner (INQA Check „Vielfaltsbewusster Betrieb“) besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen zugutekommen sollen.
Im Zentrum steht die Frage: Wie lässt sich der Umgang mit vielfältigen Belegschaften in den Unternehmen strategisch, passgenau und nachhaltig so gestalten, dass die genannten Potenziale ausgeschöpft und gruppenbezogene Benachteiligungen vermieden werden? Dabei richtet das Projekt den Blick auf verschiedene Lebensarbeitsphasen der Beschäftigten in den Unternehmen, u.a. der Rekrutierung und des Onboardings, der weiteren Entwicklung und der Seniorität.
Entwicklung skalierbarer Maßnahmen und Tools für ein arbeitslebensphasenorientiertes Diversitätsmanagement.
In den Unternehmen werden Experimentierräume eingerichtet, in denen Beschäftigte, Führungskräfte und Betriebsräte unter fachlicher Begleitung der Sozial­forschungs­stelle und der Offensive Mittelstand Konzepte für ein arbeitslebensphasenorientiertes Diversitätsmanagement erarbeiten, diese pilotieren und auf Basis der Lernerfahrungen anpassen. Die einzelnen Experimentierräume werden themenbezogen durch Lernpartnerschaften vernetzt. Der Wissenstransfer wird durch regelmäßige Treffen der an den Experimentierräumen Beteiligten gewährleistet. Durch einen Stakeholder-Steuerkreis wird die Expertise von Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden, Kammern und Beratungsorganisationen für das Projekt genutzt und ein breitflächiger Transfer der Projektergebnisse ermöglicht.
- SEDIMA_Projektbrief.pdf PDF (246 KB)






