Arbeiten - wie ich es will!
Forschungsbereich Innovation und Bildung in der digitalen Gesellschaft | Dr. habil. Bastian Pelka | Felix Fankhänel | Dr. Vanessa-Nina Heitplatz | Kirill Kronhardt | Daniel Krüger | Caroline Mosch | Lisa Preissner | Dr. Ann Christin Schulz | Valerie Tan
Empowerment für Menschen mit Schwerbehinderung von der Bedarfsermittlung bis zur gleichberechtigten, selbstbestimmten Teilhabe am Arbeitsleben.
Das Projekt „Arbeiten - wie ich es will“ wird mit rund 6 Mio. Euro durch das BMAS gefördert und zielt darauf, den Übergang von Beschäftigen einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern. Dafür soll die Selbstbestimmung der Menschen mit Behinderungen durch geeignete Instrumente erhöht werden. Eine KI-gestützte App, der pädagogische Ansatz des Reallabors sowie eine innovationswissenschaftliche Analyse des Übergangsgeschehens sowie eine organisationssoziologische Bearbeitung der Übergänge kommen zum Einsatz. Die Projektlaufzeit von fünf Jahren ermöglicht es, zunächst ein technisches Hilfsmittel (eine KI-gestützte App) zu konzipieren, welches den Menschen mit Schwerbehinderung eine selbstständige Ermittlung der Bedarf ermöglichen soll. Der Bedarf soll durch die AkteurInnen beim Kostenträger beantragt werden können und somit eine erweiterte Unterstützung darstellen.
Einen weiteren Schwerpunkt wird die Ermittlung von Teilhabeproblematiken und der auftretenden Hemmnisse sein. Diese sollen innerhalb des Projektes durch die Veränderung der Arbeitsplätze sowie mögliche technische Lösungen abgebaut werden. Um dies erproben zu können, soll ein bevölkerungsnahes Reallabor in der Essener Innenstadt geschaffen werden.
Die Erprobung der erforschten Methoden und Möglichkeiten soll mit verschiedenen Arbeitgebende aus der Metropolregion Ruhr erfolgen. Hierbei wird ein Fokus auf die Ermittlung neuer Arbeitsplätze mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erfolgen.
Trägerverein des Franz-Sales-Haus, Fraunhofer-Anwendungszentrum SYMILA, Fachhochschule Münster/School of Design
- Empowerment ermöglichen
- Menschen mit Behinderung unterstützen
- Entscheidungen zu Arbeitsvorgängen treffen
- Kompetenzen übermitteln
- Unterstützungsmöglichkeiten anbieten und gezielt selber einsetzen können
Die SFS übernimmt einen Großteil der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes sowie die Analyse des Übergangsgeschehens. Der gesamte Projektverlauf wird evaluiert, hierbei sollen situationsabhängig sowohl quantitative als auch qualitative Methoden eingesetzt werden. Es geht vor allem um die Bedarfsermittlung und die Einbeziehung der Zielgruppen. Dies können sowohl potenzielle Arbeitnehmende mit einer Schwerbehinderung als auch mögliche Arbeitgebende sein.
- V. Heitplatz u. a., „Developing technologies in an ethical and participatory approach: guidelines for participatory technology design with people with disabilities“, Interacting with computers: the interdisciplinary journal of human-computer interaction, 4/2025, doi: 10.1093/iwc/iwaf012
- K. Buch u. a., „Insights into the practical implementation of participation in work in sheltered workshops in Germany: potentials and obstacles to transitions to the general labour market“, in Universal access in human-computer interaction, Gothenburg, Sweden, Juni 2025, Bd. 15780, S. 15–26. doi: 10.1007/978-3-031-93848-1_2
- A. C. Schulz, D. Cürlis, C. Goretzky, D. Krüger, B. Pelka, und L. Preissner, „Enabling technology hand in hand with enabling practices“, Journal of enabling technologies, Bd. 18, Nr. 2/3, S. 76–90, 2024, doi: 10.1108/jet-01-2024-0008
- B. Pelka, L. Preissner, A. C. Schulz, und C. Mosch, „Qualifikationsanforderungen für die pädagogische Arbeit zum Erwerb von Digitalkompetenzen im Reallabor“, Qualifizierung für Inklusion, Bd. 5, Nr. 2, 2023, doi: 10.21248/qfi.111
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Krüger, Daniel, Pelka, Bastian, Schulz, Ann Christin (2023): Digitale Inklusion als soziale Innovation und Treiber sozialer Innovation: Das Mini-FabLab in den Bottroper Werkstätten. In: Schröer, A., Blättel-Mink, B., Schröder, A., Späte, K. (Hrsg.) Soziale Innovationen in und von Organisationen. Sozialwissenschaften und Berufspraxis . Springer VS, Wiesbaden. doi: 10.1007/978-3-658-40695-0_16
Neuigkeiten zum Projekt "Arbeiten - wie ich es will!": Aktuelles und Entwicklungen
AWIEW mit Präsentation auf der EASST-4S 2024 vertreten
- AWIEW

Die EASST-4S Konferenz fand dieses Jahr in Amsterdam statt. Im Panel „The performative character of studying digitalization in organizations“, moderiert von Stefanie Raible (Johannes Kepler University Linz) und Martin Schwab (University of Arts Linz), wurde AWIEW vorgestellt.
Ann Christin Schulz präsentierte gemeinsam mit Diana Cürlis (FH Münster) den Teilnehmenden, wie partizipative, inter- und transdisziplinäre Arbeitsmethoden neue (digitale) Lösungen und Praktiken in Organisationen etablieren können. Als praktisches Beispiel wurden dafür Ansätze aus dem Projekt „Arbeiten – wie ich es will!“ (AWIEW) vorgestellt. Der Fokus lag dabei auf Chancen und Herausforderungen bei partizipativen Methoden sowie inter- und transdisziplinärer Teamarbeit im Hinblick auf die Entwicklung neuer Lösungen und Praktiken in Organisationen. Erfahrungen aus dem Co-Design-Ansatz sowie der eingebetteten Forschung wurden dafür zunächst präsentiert, bevor auf die Komplexität transdisziplinärer Teamarbeit mitsamt Lösungsansätzen für auftretende Herausforderungen eingegangen wurde. In einer anschließenden Diskussion wurden zudem Erfahrungen aus anderen inter- und transdisziplinären (Forschungs-)Teams ausgetauscht und mögliche Lösungen besprochen.






