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Fakultät Sozialwissenschaften

SmartVille Projektabschluss in Namibia

Gruppenfoto von sechs Personen, die im Halbkreis stehen. © Mia Ekman
Der einwöchige SmartVille-Projektabschlussfand im Partnerland Namibia statt. Gemeinsam mit den Projektpartnern aus Finnland, Namibia und Sambia besuchte das SmartVille-Projektteam der sfs dort die beiden neu installierten Living Labs in den beiden Communities Nauaspoort und Mix Resettlement.

Das Erasmus+-Projekt SmartVille verfolgt das Ziel, Bildung im ländlichen Raum in Namibia und Sambia zu stärken. Dieses Ziel wurde mit dem Aufbau von insgesamt 4 Smart Living Labs verwirklicht, in denen auf die Bedarfe der Communities abgestimmte Kurse angeboten werden und Infrastruktur zum Zugriff auf Wissen bereitsteht.

Das SmartVille Projektteam, bestehend aus Dr. Ann Christin Schulz, Christine Best und Kerstin Guhlemann, reiste zum Projektabschluss in die namibische Hauptstadt Windhoek. Gemeinsam mit den Projektpartnern aus Finnland, Namibia und Sambia besuchten sie dort die beiden neu installierten Living Labs in den Communities in Nauaspoort und Mix Resettlement. Das Projektteam erhielt dadurch einen eindrucksvollen Einblick in die beiden Living Labs sowie in das Leben der Communities.

Die Standorte wurden dabei bewusst so gewählt, dass Personen aus dem ländlichen Raum die Angebote der Living Labs nutzen können. Das heißt zunächst einmal, dass ein Ort entstanden ist, in dem Personen aus den Communities zusammentreffen. Darüber hinaus besteht in den Living Labs die Möglichkeit der Nutzung von Strom, Internet und Computern sowie Drucker, Kopierer und Scanner. Zudem steht eine Gefriertruhe zur Verfügung. Neben diesen infrastrukturellen Gegebenheiten werden in den Living Labs durch die Partneruniversitäten vor Ort wöchentliche Kurse angeboten, z.B. zur Computernutzung, Marketing oder Landwirtschaft. Erfolgreich absolvierte Kurse werden zertifiziert. Die ersten Zertifikate konnten bereits während des Abschlussevents feierlich an die Teilnehmenden verliehen werden.

Ein weiterer Programmpunkt waren die durch die finnischen Partner organisierten „Innovation Challenges“ an den Partneruniversitäten NUST (Namibian University of Science and Technology) und UNAM (University of Namibia). Zwei interdisziplinäre Studierendengruppen erhielten dafür von lokal ansässigen Firmen eine Aufgabe zu einem konkreten Anliegen der Unternehmen und hatten eine Woche Zeit für die Entwicklung einer passgenauen Lösung. Die Ergebnisse wurden am Ende der Woche präsentiert und die Siegerteams geehrt. Highlights der Woche waren der Besuch in Penduka Village – einer Initiative, die sich der wirtschaftlichen Stärkung von Frauen verschrieben hat, ihnen Arbeit ermöglicht und sie empowert -, ein gemeinsames Braai – namibischer/südafrikanischer Begriff für das Grillen – mit afrikanischem Tanz und eine Safari, auf der Antilopen, Giraffen und Zebras in einer atemberaubenden Kulisse beobachtet werden konnten.