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Fakultät Sozialwissenschaften

sfs-Beteiligung an der Menstruation Research Conference 2026

Foto: Christine Best steht in einem Hörsaal. Auf eine Leinwand wird ihre Präsentation projizziert. © Henrike Langer
Vom 07. bis 08.07. hat sfs-Wissenschaftlerin Christine Best an der diesjährigen Menstruation Research Conference an der University of Sussex in Brighton (Vereinigtes Königreich) teilgenommen und sowohl ihr Dissertationsprojekt als auch das Forschungsprojekt „PETRA-AI: AI-gestützte, edukative Therapiebegleitung für die Perimenopause“ vorgestellt.

In ihrem Vortrag stellte Christine Best die konzeptionelle Rahmung ihrer Dissertation sowie vorläufige erste Forschungsergebnisse vor. Das Dissertationsprojekt „Menstrualität in der Arbeitswelt: (Un-)Sichtbarkeiten und Handlungspraktiken" ist an der Schnittstelle von Geschlechter- und Arbeitssoziologie angesiedelt und wird von Prof. Dr. Mona Motakef an der TU Dortmund betreut. Im Rahmen des Projekts werden erwerbstätige Personen zu ihren subjektiven Erfahrungen mit ihrer Menstrualität im Kontext ihrer Erwerbstätigkeit interviewt. Die einzelnen Fälle werden mithilfe qualitativ-rekonstruktiver Methoden der Sozialforschung ausgewertet. Der Vortrag mit dem Titel “Menstrual Wellbeing in the Workplace: Subjective Experiences, Coping Practices, and Organisational Gaps" war Teil der Konferenzsession “Menstrual Health, Mental Health and Wellbeing".

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Henrike Langer (Ruhr-Universität Bochum) präsentierte Christine Best zudem ein Poster aus dem von ihr geleiteten Projekt „PETRA-AI: AI-gestützte, edukative Therapiebegleitung für die Perimenopause". Das Projekt PETRA-AI wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt über einen Zeitraum von drei Jahren gefördert.

Die Menstruation Research Conference ist die weltweit größte Konferenz zur Menstruationsforschung. In diesem Jahr kamen Teilnehmer:innen aus 66 Ländern zusammen. Als ein zentrales Fazit der Konferenz zeigte sich, dass nach wie vor erhebliche Forschungs- und Versorgungslücken in der geschlechtsspezifischen Gesundheitsversorgung bestehen. Sowohl die Menstruation als auch die Perimenopause sollten dabei nicht als rein individuelle Probleme verstanden werden, die ausschließlich allein zu bewältigen sind. Vielmehr zeigt sich ein Bedarf an strukturellen Antworten in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, etwa am Arbeitsplatz und in Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten. Entsprechende Maßnahmen und Policies könnten dazu beitragen, bestehende Versorgungslücken zu schließen und die gesundheitlichen Bedürfnisse betroffener Personen in verschiedenen Lebensphasen strukturell zu berücksichtigen.