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Fakultät Sozialwissenschaften
PETRA-AI: Konsortialtreffen in Berlin

PETRA-AI: Konsortialtreffen in Berlin

Die Mitglieder des PETRA-AI Projektteams stehen für ein Gruppenfoto zusammen auf einer Brücke der Berliner Spree. © Dr. Theresa Ahrens, Fraunhofer IESE
Mitglieder des PETRA-AI Projektteams in Berlin
Vom 01.–02.07.2026 fand in den Räumlichkeiten des Fraunhofer IESE im Spreepalais Berlin das zweite Konsortialtreffen des BMFTR-geförderten Projekts „PETRA-AI: AI-gestützte, edukative Therapiebegleitung für die Perimenopause" statt. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse einer Bedarfserhebung, an der die Sozial­forschungs­stelle maßgeblich mitgewirkt hat, sowie die weiteren Schritte im Projektverlauf.

Acht Monate nach dem Start des Projekts „PETRA-AI: AI-gestützte, edukative Therapiebegleitung für die Perimenopause" wird immer deutlicher, wie groß der Bedarf an digitaler Unterstützung für betroffene Frauen und queere Personen in der Perimenopause ist. Mit PETRA-AI, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, entwickelt das Projektkonsortium, bestehend aus dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering IESE, der Ruhr-Universität Bochum, FEMNA, dem Berlin Institute of Health an der Charité Berlin und der Sozial­forschungs­stelle, eine KI-gestützte App mit evidenzbasierten Informationen, personalisierten Empfehlungen und einem intelligenten Chatbot. Das Ziel: Personen in einer Lebensphase stärken, die trotz ihrer großen Auswirkungen auf Gesundheit, Lebensqualität und Arbeitsleben noch immer zu wenig Aufmerksamkeit erhält.

Im Rahmen des Konsortialtreffens, an dem für die sfs Projektleitung Christine Best teilnahm, wurden vor allem erste Erkenntnisse aus der Bedarfserhebung präsentiert und diskutiert, die die Sozial­forschungs­stelle gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt hat. 

Die Erhebung umfasst Expert*inneninterviews mit fachkundigen Gynäkolog*innen, Co-Creation-Workshops mit betroffenen Frauen und queeren Personen sowie eine Online-Umfrage rund um die Perimenopause. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen eine deutliche Wissens- und Versorgungslücke auf. Genau hier setzt PETRA-AI mit der Entwicklung einer niederschwelligen App an, die Betroffenen Unterstützung in dieser oft herausfordernden Lebensphase mit vielen Doppelbelastungen bieten soll. Die Sozial­forschungs­stelle ist neben ihrer Mitwirkung an der Bedarfserhebung vor allem für die bedarfsgerechte und edukative Aufbereitung der App-Inhalte verantwortlich. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Themenfeld der Perimenopause im Kontext von Erwerbs- und Sorgearbeit.

Neben der Diskussion der vorläufigen Ergebnisse wurden beim Konsortialtreffen auch die weiteren Projektschritte festgelegt. PETRA-AI bringt dabei medizinische, sozialwissenschaftliche und technische Expertise interdisziplinär zusammen, um eine App zu entwickeln, die möglichst passgenau auf die Bedürfnisse der Nutzer*innen zugeschnitten ist. Die sfs freut sich auf die nächsten Meilensteine!