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Fakultät Sozialwissenschaften

Team Techniksoziologie auf der internationalen STS-Konferenz

Zwei Personen stehen neben einer Leinwand, auf die eine Präsentation per Beamer angezeigt wird. © STS-Unit​/​TU Graz
(v.l. Kay Kohaupt-Cepera und Aaron Zilt)
Welche Rolle nehmen Sozial- und Verhaltenswissenschaften bei der Orientierung für progressiven gesellschaftlichen Wandel ein? Welche Anreize können geschaffen werden, um Menschen zu klimafreundlicherem Verhalten zu bewegen? Welchen Einfluss haben Sprachmodelle auf die politische Meinungsbildung? Zu diesen Themen sprachen Kollegen des sfs-Teams Techniksoziologie auf der internationalen STS-Konferenz.

Aus dem Forschungsgebiet Techniksoziologie der Sozial­forschungs­stelle nahmen Kay Kohaupt-Cepera und Aaron Zilt an der Konferenz teil. 

Kay Kohaupt-Cepera leitete bei der STS den Track „Science as a Compass and a Catalyst: Guiding Behavior Change in an Age of Transformation“, in welchem die Rolle der Sozial- und Verhaltenswissenschaft als Orientierung für progressiven gesellschaftlichen Wandel behandelt wurde. Als aktuelles Hindernis in der Beziehung von Wissenschaft und Öffentlichkeit wurde hier der empirisch vielfach beobachtete Value-Action-Gap zum Anlass genommen, interdisziplinär Anreize für individuelle Verhaltensänderungen zu diskutieren, woraus er Impulse für sein aktuelles Forschungsprojekt ATMo2 mitnehmen konnte.

Aaron Zilt stellte in seinem Vortrag eine im Rahmen des KonCheck-Projekts entstandene Interviewstudie vor, mit welcher die Wahrnehmung des Einflusses von Sprachmodellen auf die politische Meinungsbildung untersucht wurde und diskutierte auf dieser Grundlage emanzipatorische Möglichkeiten von KI im Bereich politischer Bildung.

Auf der diesjährigen 24. STS-Konferenz in Graz diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Informatik, Techniksoziologie, Ingenieurs-, Klima- und Politikwissenschaften Themen der komplexen Beziehung von Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft. Im produktiven Austausch ging es um Fragen wie z.B.: Ersetzen Sprachmodelle die Programmierer*innen in der Softwareentwicklung? In welcher Beziehung stehen Technik und Klimawandel im 21. Jahrhundert?