Jusos Bochum laden Projekt AWIEW zum Austausch ein
- AWIEW

Trotz vieler Maßnahmen und politischer Bemühungen für die Förderung der Teilhabe an Arbeit sind Menschen mit Schwerbehinderungen nach wie vor unterrepräsentiert auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Häufig fehlt es zudem an selbstbestimmter beruflicher Teilhabe. Besonders Menschen mit kognitiven- und Lern-Behinderungen können oft nur den Weg in die sogenannten Werkstätten für behinderte Menschen wählen. Während die Teilhabe an Arbeit in den Werkstätten für einige Menschen den eigenen Wünschen entspricht, interessieren sich andere für weitere berufliche Perspektiven. Sie können sich oft aber nicht selbstbestimmt informieren, orientieren und selbstbestimmte Entscheidungen treffen. Mit dem Projekt “Arbeiten – wie ich es will!” beteiligt sich ein Team aus Rehabilitations- und Sozialwissenschaftler*innen der Sozial­forschungs­stelle an einer Kooperation mit dem Ziel der Entwicklung einer Lösung in Form eines KI-gestützten Tools für die selbstbestimmte berufliche Orientierung von Menschen mit Behinderungen. Projektpartner sind das Franz Sales Haus, das Fraunhofer FIT und die FH Münster.
Lisa Preissner und Daniel Krüger von der Sozial­forschungs­stelle präsentierten zur Teilhabesituation von Menschen mit Behinderungen sowie zu Erkenntnissen aus der Begleitforschung zum Projekt. Joline Düring (Franz Sales Haus) beteiligte sich an den Diskussionen zur Teilhabesituation und präsentierte den partizipativen Entwicklungsprozess, den das Franz Sales Haus gemeinsam mit Social-Designer*innen der FH Münster in einem Co-Design-Ansatz entwickelt hat und gab Einblicke in die Module des KI-Tools, dessen technische Umsetzung durch das Fraunhofer FIT erfolgt. Die Gestaltung der Module erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Team des Franz Sales Haus und der FH Münster. Das Team der Sozial­forschungs­stelle erarbeitet umfassende Begleitmaterialien für das Tool und speiste im Projektverlauf wertvolle Ergebnisse aus der Begleitforschung ein.
In den Diskussionen kristallisierte sich heraus, dass die KI-Lösungen von AWIEW auf großes Interesse stießen. Doch insgesamt sind sie nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und es bleibt noch viel zu tun, um die Teilhabesituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern.







