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Fakultät Sozialwissenschaften

BRISA - Breakthrough research on industrial safety against airborne carcinogens and emerging pollutants

01.06.2026 bis 31.05.2030

Forschungsbereich Arbeit und Partizipation in Europa und Region | Antonius Johannes Schröder | Dr. Tobias Wienzek

BRISA befasst sich mit Herausforderungen, die durch krebserregende und neu auftretende industrielle Luftschadstoffe entstehen und mit 53 Prozent der berufsbedingten Krebserkrankungen in der EU und 125.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr in Verbindung gebracht werden. Energieintensive Industriezweige sind nach wie vor bedeutende Quellen für lungengängiges kristallines Siliziumdioxid, unbeabsichtigt freigesetzte Nanopartikel, tVOCs, Benzol, Phenol, Formaldehyd, Bisphenol, BFRs, PFAS, PAKs, ultrafeine Partikel und Mikroplastik, wobei die derzeitigen Präventionsstrategien, Überwachungsmethoden und rechtlichen Rahmenbedingungen unzureichend sind. Das Projekt stützt sich auf eine wissenschaftlich fundierte, mehrschichtige Methodik.

Europäische Kommission - Horizon Europe

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BRISA befasst sich mit Herausforderungen, die durch krebserregende und neu auftretende industrielle Luftschadstoffe entstehen und mit 53 Prozent der berufsbedingten Krebserkrankungen in der EU und 125.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr in Verbindung gebracht werden. Energieintensive Industriezweige sind nach wie vor bedeutende Quellen für lungengängiges kristallines Siliziumdioxid, unbeabsichtigt freigesetzte Nanopartikel, tVOCs, Benzol, Phenol, Formaldehyd, Bisphenol, BFRs, PFAS, PAKs, ultrafeine Partikel und Mikroplastik, wobei die derzeitigen Präventionsstrategien, Überwachungsmethoden und rechtlichen Rahmenbedingungen unzureichend sind. Das Projekt stützt sich auf eine wissenschaftlich fundierte, mehrschichtige Methodik.

Ebene 1 bündelt regulatorische, toxikologische und Expositionsdaten in FAIR-konformen Datensätzen und harmonisierten Protokollen. 

Ebene 2 setzt die Kontrollhierarchie wie folgt um:

  1. SSbD-basierte Substitutionswege (silikatarme Rohstoffe, Biobindemittel, mit Organosilan beschichtete Feldspate, sicherere recycelte Polymere)
  2. Intelligentes Monitoring mit teils fest installierten, tragbaren und aufgestellten Sensoren, die Risiken mithilfe von KI-gestützten digitalen Zwillingen vorhersagen
  3. Adaptiven Schutz durch die Integration von kontinuierlichem Risikomanagement, „Human-in-the-Loop“-Warnmeldungen und immersiven Schulungen.

Ebene 3 gewährleistet eine systemische Validierung in fünf Pilotprojekten (Keramik, Gießerei, mineralische Füllstoffe, ELT und Kunststoffrecycling) und kombiniert TRL6-Demonstrationen mit Daten zu Nachhaltigkeit, Toxikologie und Ökotoxikologie, techno-ökonomischen Analysen sowie einem quantitativen SSbD-Bewertungsrahmen.

BRISA hat sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftliche Erkenntnisse voranzutreiben und sichere, saubere Industrietechnologien zu demonstrieren – und zwar mithilfe einer bahnbrechenden, vielschichtigen Methodik, die darauf ausgelegt ist, krebserregende und neu auftretende vorrangig industrielle Schadstoffe (CEPIPs) systematisch einzudämmen und dadurch Risiken für die menschliche Gesundheit und die biologische Vielfalt zu verringern.

  • Ebene 1: Bündelung von Informationen zu Rechtsvorschriften, Toxikologie und Exposition in FAIR-konformen Datensätzen und Erstellung von harmonisierten Protokollen
  • Ebene 2: Umsetzung der Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen und angepasste Strategien
  • Ebene 3: systematische Validierung in fünf Pilotprojekten