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Sozialwissenschaftliche Begleitforschung zum Projekt Industrie 4.0 „Factory of the Future“

Schlagwörter: Beteiligung, Neue Technologien, Industrielle Beziehungen

Projektlaufzeit: 01.10.2019 - 30.09.2020

blauer Schriftzug "AIRBUS".

Airbus Operations GmbH

Die Sozialforschungsstelle Dortmund wurde damit beauftragt, die Begleitforschung zu Digitalisierungsprojekten, wie sie in der Gesamtbetriebsvereinbarung definiert werden, zu realisieren.

Das Ziel der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung bei Airbus Operations ist die Stärkung der Orientierungsfähigkeit, Handlungskompetenz und Handlungssicherheit des Gesamtbetriebsrates bei der Entwicklung wirksamer Strategien, Konzepte und Maßnahmen zur partizipationsbasierten Realisierung Guter Arbeit im Interesse der Beschäftigten und des Unternehmens (bezogen auf die deutschen Standorte). Im Vordergrund steht die Abstimmung zwischen Gesamtbetriebsrat und Arbeitgeberseite (in Form des Projektes HR 4.0). Ziel ist es, gemeinsame Lösungen zu entwickeln, die einerseits jenseits formeller Verhandlungsprozesse entwickelt werden können, andererseits aber auch unter Berücksichtigung vorhandener Prozesse der Gremienarbeit zustande kommen.

Bei der Airbus Operations GmbH werden derzeit eine Vielzahl von Projekten zur Digitalisierung von Prozessen im Unternehmen realisiert. Sie umfassen ein weites Spektrum von Aktivitäten, die im Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung (ZAL, bei HR 4.0, an den Standorten und darüber hinaus) stattfinden. Ein sehr großer Teil dieser Projekte ist mitbestimmungspflichtig im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes (§ 87.6). Um die Zusammenarbeit von Projektbeteiligten und Gesamtbetriebsrat (GBR) möglichst konstruktiv und zielführend zu gestalten, wurde am 22.02.2017 die Gesamtbetriebsvereinbarung zur Umsetzung aller Industrie 4.0 Projekte (insbes. zum Projekt „Factory of the Future“) geschlossen. Sie sieht u.a. vor, dass der Gesamtbetriebsrat 4.0 nicht erst im formalen Kontext des Betriebsverfassungsgesetzes eingebunden wird, sondern bereits im Vorfeld Fragen klären, Anforderungen formulieren und eigene Vorschläge einbringen kann. Ziel ist es, dass digitale Lösungen sowohl Prozessverbesserungen ermöglichen als auch zur Verbesserung von Beschäftigungssituation und Arbeitsbedingungen führen. Daran ist nicht nur der Gesamtbetriebsrat 4.0 interessiert, sondern auch HR 4.0 – insofern besteht hier eine unmittelbare Schnittstelle zwischen Personen/Funktionen, die klassisch der „Arbeitgeberseite“ und der „Arbeitnehmerseite“ zuzuordnen sind.

In diesem Kontext wurde die Sozialforschungsstelle der Technischen Universität Dortmund damit beauftragt, die sozialwissenschaftliche Begleitforschung zu Digitalisierungsprojekten, wie sie in der Gesamtbetriebsvereinbarung definiert werden, zu realisieren. Ursprünglich vom Gesamtbetriebsrat angefragt, stellt die TU Dortmund auch HR 4.0 sowie vereinzelt auch Projekten im ZAL ihre Expertise zur Verfügung.

Die sozialwissenschaftliche Begleitforschung der Sozialforschungsstelle (ZWE der TU Dortmund) basiert auf der engen Verbindung von Fachimpulsen und partizipationsorientierter Prozessbegleitung. Sie rekurriert auf aktuelle Erkenntnisse sozialwissenschaftlicher Arbeits­forschung (insbesondere Arbeitsorganisation, Qualifikation, Gesundheit) und sensibilisiert für die Beachtung zentraler Parameter und Gestaltungsanforderungen an Gute Arbeit 4.0 im Zuge der Einführung von 4.0- Instrumenten und -Technologien. Die Begleitforschung stellt ein breites Repertoire an sozial- bzw. arbeitswissenschaftlichen Konzepten und Bewertungsansätzen bereit.

Diese Konzepte werden fallweise pragmatisch ausgewählt bzw. angepasst und als Orientierungswissen in die verschiedenen Handlungskontexte eingespeist. Auch die Erarbeitung konkreter Fachimpulse (Stellungnahmen, Empfehlungen, Dossiers, Präsentationen) erfolgt gegenstands- und anforderungsabhängig. Dabei handelt es sich allerdings in der Regel nicht um Begutachtungen fertiger Konzepte, sondern um zielgruppenadäquate Inputs, Anregungen und Hinweise in laufende Diskussions- und Entwicklungszusammenhänge, die dort mit dem Erfahrungswissen, den Perspektiven und Anforderungen der Beteiligten in gemeinsamen Reflexions- und Lernprozessen zusammenfließen.

Die Begleitforschung der TU Dortmund folgt den Grundsätzen moderner Technikfolgenabschätzung und -gestaltung auf Basis von partizipationsbasierter Reflexion. Die Organisation dieser Reflexions- und Lernprozesse im Kreis von Betriebsräten und Mitgliedern des Projektes HR 4.0 sowie im Kontext seiner zentralen Handlungsfelder werden durch die Begleitforschung unterstützt. Diese Form der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung setzt eine Mitwirkung in ausgewählten Gremien, laufenden (Teil-)Projekten und Arbeitsgruppen voraus.

Projektleitung:

Projektmitarbeiter:innen:


Kalender

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Anfahrt & Lageplan

 

A2:

Abfahrt 13 (Kreuz Dortmund Nord-Ost), Richtung Derne/Schwerte (B236), 1. Abfahrt Richtung Dortmund-Eving, nächste Ampelkreuzung rechts abbiegen (Kemminghauser Str.), nach 2,7km links abbiegen (Evinger Str./B 54), nach 1,1km Ampelkreuzung links abbiegen (Deutsche Straße), nach 500m links befindet sich der Evinger Platz.

 

A40/B1/A44:

Von der Bundesstraße 1 (Verlängerung A40 bzw. A44) bis zum Kreuz B1/B236 Richtung Lünen, 3. Abfahrt Richtung Dortmund-Eving.

 

A45:

Abfahrt Dortmund Hafen, bis Kreuzung Münsterstraße (B54) links abbiegen, Richtung Eving, nach ca. drei Kilometern abbiegen in die Deutsche Straße.

 

Einen vergrößerten Übersichtsplan zum Download finden Sie hier.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der U-Bahn 41 zur Haltestelle "Zeche Minister Stein". Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, mit der S-Bahn 1 gelangt man von dort direkt zum Hauptbahnhof Dortmund.

Vom Hauptbahnhof Dortmund mit der Stadtbahn U 41 (Richtung Brambauer / Brechten) bis zur Haltestelle Zeche Minister Stein fahren. In Fahrtrichtung der Stadtbahn rechts liegt das Zentrum Minister Stein.

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