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Aktivitäten

Das Leitthema Soziale In­no­va­ti­on wird von der Sozial­forschungs­stelle Dort­mund in zahl­rei­chen Netzwerken, nationalen und inter­natio­nalen Projekte, sowie auf diversen Konferenzen verankert und weiterentwickelt. Die hier aus­ge­wähl­ten Aktivitäten bieten einen ersten Überblick:

NETZWERKE UND INITIATIVEN

Aufgestelltes Buch. Titel auf Englisch in Großbuchstaben „Atlas of Social Innovation". Untertitel auf Englisch in Großbuchstaben „ new practices for a better future".Buchcover: Ausschnitt der Erde aus dem Weltall fotografiert. Wolken.  Dreiecksmuster mit dünnen weißen Linien im Vordergrund. Unten rechs: SI drive © Quelle: sfs

Atlas Social In­no­va­ti­on - Practices for a Better Future

Die 2018 erschienene Publikation Atlas Social In­no­va­ti­on - Practices for a Better Future  (dt. Atlas Sozialer In­no­va­ti­on – Neue Praktiken für eine bessere Zukunft) gibt einen ausführlichen Überblick über Soziale In­no­va­ti­on weltweit. Führende ExpertInnen ge­ben in den 62 Artikeln der ersten Ausgabe spannende Einblicke in den aktuellen Stand der For­schung und prä­sen­tie­ren unterschiedliche theoretische und praktische Herangehensweisen an das The­ma.

Das Buch prä­sen­tiert Soziale Innovationen in ver­schie­de­nen Weltregionen und den Politikfeldern Bil­dung, Be­schäf­ti­gung, Umwelt und Kli­ma­wan­del, E­ner­gie­ver­sor­gung, Transport und Mo­bi­li­tät, Ge­sund­heit und Pflege, sowie Armutsbekämpfung und Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung. Der Atlas der Sozialen In­no­va­ti­on porträtiert in einmaliger Art und Weise Er­fah­run­gen, theoretische Überlegungen und gewonnene Erkennt­nisse zu Sozialer In­no­va­ti­on.

Dabei überwindet er sowohl die Grenzen einzelner Regionen als auch Dis­zi­pli­nen. Er bietet Praktikern, Politikern und Wis­sen­schaft­lern zugleich eine Wissenssammlung und lässt sie an ei­nem reichen Erfahrungsschatz teilhaben. Die dazugehörige Homepage lädt NutzerInnen dazu ein, das gesamte Buch sowie einzelne Artikel herunterzuladen oder Vorschläge für zukünftige Artikel und neue Fälle sozialer In­no­va­ti­on einzureichen. Das im Projekt SI-DRIVE erstellte Mapping mit mehr als 1.000 Fällen Sozialer In­no­va­ti­on kann auf der Homepage eben­falls in einer interaktiven Weltkarte erlebt wer­den.

Logo. Grüner Kreis mit weißen Großbuchstaben unten ESSI. Daneben steht European School of Social Innovation © Quelle: sfs

European School of Social In­no­va­ti­on (ESSI)

2011 wurde die European School of Social In­no­va­ti­on (ESSI) im Anschluss an die erste globale Kon­fe­renz zu Sozialer In­no­va­ti­on gegründet. Aufbauend auf der Wiener Erklärung zu Sozialer In­no­va­ti­on, die auf der Kon­fe­renz in Wien ver­ab­schie­det wurde, ist es ESSIs erklärtes Ziel die Ent­wick­lung eines neuen Innovationsverständnisses zu fördern. Die Wis­sen­schaft­ler und Praktiker von über 20 Institutionen und For­schungs­ein­richtungen sind davon überzeugt, dass die sozialen Innovationen des 21. Jahrhunderts dazu beitragen das ökonomische Potenzial der Wissensgesellschaft voll und ganz zu nut­zen, um Ressourcen gerechter zu verteilen und so die wachsende soziale Ungleichheit aufzuhalten.

Es bedarf sowohl der transformativen Wis­sen­schaft, transdisziplinären For­schung als auch der beruflichen Praxis, um neue Kapazitäten der Wissensgenerierung, -verbreitung, und -anwendung zu ent­wi­ckeln. Um analytisches Denken und praktisches Handeln effektiv zu verbinden, wer­den in­no­va­ti­ve Organisationen, Me­tho­den und Netzwerke benötigt. ESSI bietet eine Platt­form, die zum Aus­tausch von Ideen und der Ent­wick­lung gemeinsamer Aktivitäten anregt. ESSI, als Ideenschmiede, er­mög­licht die Zu­sam­men­arbeit zwischen Mitgliedern, die letztlich Kon­sor­ti­en bilden, um verschiedenste Projekte zu entwerfen und durch­zu­führen. Darüber hinaus stärkt die Zugehörigkeit zu ESSI die Position der Mitgliedsorganisationen und einzelner Akteure bei der Durchführung ihrer Aktivitäten im Be­reich sozialer In­no­va­ti­on.         

For­schung als auch der beruflichen Praxis, um neue Kapazitäten der Wissensgenerierung, -verbreitung, und -anwendung zu ent­wi­ckeln. Um analytisches Denken und praktisches Handeln effektiv zu verbinden, wer­den in­no­va­ti­ve Organisationen, Me­tho­den und Netzwerke benötigt. ESSI bietet eine Platt­form, die zum Aus­tausch von Ideen und der Ent­wick­lung gemeinsamer Aktivitäten anregt. ESSI, als Ideenschmiede, er­mög­licht die Zu­sam­men­arbeit zwischen Mitgliedern, die letztlich Kon­sor­ti­en bilden, um verschiedenste Projekte zu entwerfen und durch­zu­führen. Darüber hinaus stärkt die Zugehörigkeit zu ESSI die Position der Mitgliedsorganisationen und einzelner Akteure bei der Durchführung ihrer Aktivitäten im Be­reich sozialer In­no­va­ti­on.

 

INTERNATIONALE PROJEKTE UND INITIATIVEN

Logo des SI - Drive © Quelle: sfs

SI-DRIVE - Social In­no­va­ti­on: Driving Force of Social Change

SI-DRIVE steht für "Social In­no­va­ti­on: Driving Force of Social Change" und war ein von der EU im 7. For­schungs­rah­men­pro­gramm gefördertes Projekt unter Leitung der Sozial­forschungs­stelle Dort­mund. Ziel dieses Leitprojektes (2014-2017) war ein vertieftes theoretisches und praktisches Ver­ständ­nis der Verbreitung und Funk­ti­ons­wei­se sozialer In­no­va­ti­on zu er­ar­bei­ten. Der Bei­trag des Projekts liegt in der Ent­wick­lung und Evaluation einer umfassenden Definition, die Soziale In­no­va­ti­on als eine neue Kombination oder Zusammensetzung sozialer Praktiken be­schreibt. Unter Be­rück­sich­ti­gung dieses analytischen Blickwinkels, sammelten und verglichen die 25 inter­natio­nalen Pro­jekt­part­ner mehr als 1.000 Fälle Sozialer In­no­va­ti­on weltweit und wählten 80 dieser Fälle für eingehende Fallstudien aus. Die Bandbreite Sozialer Innovationen die SI-DRIVE erstmalig abbildet, zeigt nicht nur auf wie verbreitet dieses globale Phänomen in verschiedensten Politikfeldern ist, sondern ver­deut­licht eben­falls die Notwendigkeit einer umfassenden Innovationspolitik.

Logo der Social Innovation Community. Links gelbe Skizze. Rechts Name des Logos. © Quelle: sfs

Social In­no­va­ti­on Community (SIC)

Das im Rah­men von Horizon 2020 von der EU geförderte Projekt Social In­no­va­ti­on Community (SIC) (2016-2018) hat es sich zum Ziel ge­setzt, be­ste­hen­de thematische Netzwerke im Feld sozialer In­no­va­ti­on – wie z.B. In­no­va­ti­on im öf­fent­lichen Sektor, Digitale Soziale In­no­va­ti­on, Intermediäre Ein­rich­tun­gen oder die Sozialwirtschaft– zu un­ter­stüt­zen und mit­ei­nan­der zu verknüpfen. Die 12 inter­natio­nalen Pro­jekt­part­ner fördern durch eine Vielzahl von Ver­an­stal­tun­gen die Ent­wick­lung eines Sektoren- und Regionen- übergreifenden Netz­werk sozialer In­no­va­ti­on.

Das Ziel des Projektes ist die Vertiefung des Wissens und der Kapazität dieser einzelnen Netzwerke. Diese Vernetzung stärkt zudem den Wirkungsgrad der einzelnen Ko­ope­ra­tions­part­ner und Netzwerke. Darüber hinaus un­ter­stützt SIC öffentliche Ent­schei­dungs­trä­ger und andere Stakeholder bei der Zu­sam­men­arbeit mit sozialen Innovatoren. Denn nur so kön­nen gesellschaftliche He­raus­for­de­run­gen effektiver bewältigt wer­den. IC ist ein im Rah­men des Horizont 2020-Pro­gramms finanziertes Projekt und wird von ei­nem aus zwölf führenden Organisationen im Feld sozialer In­no­va­ti­on be­ste­henden Kon­sor­ti­um aus ganz Europa umgesetzt.

Sechs Personen im Anzug sitzen auf einer Bühne. Ein Mann steht an einem Rednerpult und hält eine Präsentation vor Publikum. © Quelle: sfs

Social In­no­va­ti­on – Research and Policy of the Future- Towards a Comprehensive In­no­va­ti­on Policy

Die in­ter­na­ti­o­na­le Kon­fe­renz "Social In­no­va­ti­on – Research and Policy of the Future- Towards a Comprehensive In­no­va­ti­on Policy"  vom 24. bis 25. Okto­ber in Brüssel trug den aktuellen Stand der län­der­über­grei­fen­den Er­for­schung sozialer Innovationen zu­sam­men und wies da­rü­ber hinaus auch in die Zukunft sozialer Innovationen und deren Po­ten­ziale. Nach vier Jah­ren intensiver For­schung zu sozialen Innovationen weltweit stellte SI-DRIVE die zen­tra­len Er­geb­nisse vor, die von über 250 TeilnehmerInnen aus Praxis, For­schung und Politik aus ins­ge­samt 44 Ländern produktiv und lebhaft diskutiert wurden.

Die Vielzahl an Präsentationen verdeutlichte den KonferenzteilnehmerInnen, dass die – auch un­ter­schied­lichenthe­o­re­tisch­en Ansätze und Konzepte sozialer In­no­va­ti­on Forschende und PraktikerInnen darin un­ter­stüt­zen, das Feld und all seine Komplexität besser zu ver­ste­hen.

 

 

Gemeinsam mit dem Mitveranstalter der Kon­fe­renz “Social In­no­va­ti­on – Research and Policy of the Future: towards a comprehensive innovation policy”, dem Projekt Social In­no­va­ti­on Community (SIC), plädierten die Teil­neh­men­den für einen Ausbau der Zu­sam­men­arbeit von Wis­sen­schaft, Politik, Wirt­schaft und Zivilgesellschaft. Gemeinsamer Tenor ist, die Praxis von Beginn an stärker in For­schungs­pro­jekte einzubinden. Zu­dem wurden konkrete Handlungsempfehlungen in Bezug auf eine um­fas­sen­de Innovationspolitik diskutiert. Die Policy Declaration von SI-DRIVE bietet durch ein besseres Ver­ständ­nis von sozialer In­no­va­ti­on, durch neue Governance-Ansätze sowie die Etablierung soziale Öko­sys­teme, in denen sich soziale Innovationen besser und nachhaltiger entfalten, einen Rah­men und eine Systematik zur Freilegung des Potenzials sozialer In­no­va­ti­on und ihrer Fähigkeit, systemischen sozialen Wandel zu erreichen. 

NATIONALE PROJEKTE UND INITIATIVEN

in schwarzen Großbuchstaben auf weißem Hintergrund "Kosi-Lab". das "O" als gelber und der i-Punkt als grüner Kreis. über den Kreisen in jeweils gleicher Farbe eine Leere Sprechblase. © Quelle: sfs

KoSI-LAB: Kommunale Labore sozialer In­no­va­ti­on

Mit der Ent­wick­lung von kommunalen Laboren sozialer In­no­va­ti­on füllen die beteiligten Pro­jekt­part­ner in dem vom BMBF ge­för­der­ten Projekt KoSI-Lab eine Lücke in Deutsch­land und kön­nen der auf nationaler und europäischer Ebene mit steigender Intensität geführten Debatte um soziale In­no­va­ti­on die wich­ti­ge kommunale Perspektive hinzufügen. Akteure ent­wi­ckeln ge­mein­sam auf Augenhöhe neue, soziale und praxisnahe Lö­sun­gen für die kom­ple­xen, dy­na­misch­en He­raus­for­de­run­gen des demografischen Wandels und der Nach­hal­tig­keit, erproben diese in urbanen Reallaboren und beziehen wei­tere Partner mit ein. Urbane Reallabore sind neue soziale Entwicklungsräume, die das Ver­bund­pro­jekt KoSI-Lab als Kon­zept und in zwei konkreten Pilotvorhaben schrittweise verwirklicht.

Ziel des Projekts ist die modellhafte Ent­wick­lung zweier Labore sozialer In­no­va­ti­on in Dort­mund und Wuppertal. Dazu sollen in ei­nem realexperimentellen Ansatz in den Städten Dort­mund (Neuentwicklung) und Wuppertal (Wei­ter­ent­wick­lung) exemplarisch er­forscht wer­den, welchen Bei­trag kommunale SI-Labs als neue Kooperationsmodelle und Unterstützungsinfrastrukturen zwischen Ver­wal­tung und Zivilgesellschaft leisten kön­nen, um die He­raus­for­de­run­gen, die sich aus demografischem Wandel und nachhaltiger Ent­wick­lung ergeben, durch neue kollaborative Kooperationsformen zu bewältigen.

Unten vier blaue Silhouetten mit sechs grünen übereinandergelegten Sprechblasen. in weißen Großbuchstaben über den Sprechblasen "Innovation für die Gesellschaft - neue Wege und Methodenzur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen" © Quelle: sfs

Kongress Innovationen für die Ge­sell­schaft: Neue Wege und Me­tho­den zur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen

Der Kongress Innovationen für die Ge­sell­schaft führte im Sep­tem­ber zum ersten Mal die vielfältigen Initiativen und Communities zum The­ma „Soziale In­no­va­ti­on in Deutsch­landzu­sam­men und verfolgte eine Reihe mit­ei­nan­der verknüpfter Ziele. So galt es nicht nur, das Potenzial sozialer Innovationen bei der Bewältigung der großen ge­sell­schaft­li­chen He­raus­for­de­run­gen in un­ter­schied­lichen Handlungsfeldern zur Dis­kus­si­on zu stellen und konzeptionell weiter zu denken, sondern da­rü­ber hinaus auch neue prioritäre Handlungsfelder und -möglichkeiten zur För­de­rung sozialer Innovationen durch das BMBF zu iden­ti­fi­zie­ren sowie die notwendigen Rah­men­be­ding­ung­en zu erörtern.

Der Kongress diente zudem als Platt­form, um zentrale Akteure zu vernetzen. Lassen sich neue Wege und Me­tho­den zur Entfaltung des Potenzials sozialer Innovationen und die Rolle der Wis­sen­schaft in diesen Pro­zessen identifzieren? Vor diesem Hintergrund hat der Kongress die Po­ten­ziale sozialer In­no­va­ti­on in den vier zen­tra­len Politikbereichen Ar­beit, Ge­sund­heit und Pflege, Raumentwicklung, sowie Energie und Kli­ma­wan­del herausgearbeitet. Zugleich wurden neue Wege und Konzepte diskutiert, die es er­lau­ben, das Innovationspotenzial der Ge­sell­schaft zu erschließen und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Im Mit­tel­punkt standen hierbei Open In­no­va­ti­on und Co-Creation, Design Thinking, Labore Sozialer In­no­va­ti­on und Trans­for­ma­ti­ve For­schung. Die zen­tra­len The­men des Kongress wurden in einer Kongressbroschüre (PDF) anschaulich zu­sam­men­ge­fasst.

Zwei skizzenartige Figuren schauen sich an. Siese sind Verbunden mit einer Brücke über die weitere Figuren gehen. Titel "Soziale Innovation für Deutschland - Erklärung" Version 2.0. © Quelle: sfs

Erklärung: „Soziale Innovationen für Deutsch­land

Die Erklärung "Soziale In­no­va­ti­on für Deutsch­land", die 2014 von über 100 UnterstützerInnen aus Wis­sen­schaft, Politik und Praxis unterzeichnet wurde, plädiert für eine stärkere Einbindung sozialer Innovationen in Stra­te­gi­en zur Lö­sung ge­sell­schaft­li­cher He­raus­for­de­run­gen. Die in der Erklärung zusammengetragenen Erwartungen und An­for­de­run­gen sind Resultat eines intensiven Diskussions- und Verständigungsprozesses zwischen VertreterInnen aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirt­schaft und Wis­sen­schaft, der über einen ca. 12-monatigen Zeitraum auf ver­schie­de­nen Tagungen und Work­shops geführt wurde. Die Initiative wurde von der Sozial­forschungs­stelle Dort­mund sowie der EBS Uni­ver­si­tät für Wirt­schaft und Recht in Wiesbaden ins Leben gerufen und unter der Be­tei­li­gung vielfältiger Organisationen, wie dem Centrum für soziale Investitionen und Innovationen der Uni­ver­si­tät Heidelberg, dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, dem Fraunhofer IAO und dem Genesis Institut durch­ge­führt. Nach erfolgreichem Abschluss dieses transdisziplinären Prozess, erfolgte eine per­sön­li­che Übergabe an den Vorsitzenden des Beirates der Hightech-Strategie der Bun­des­re­gie­rung, Prof. Dr. An­dre­as Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim.

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Anfahrt & Lageplan

Anreise mit öf­fent­lichen Verkehrsmitteln

Vom Hauptbahnhof Dort­mund mit der Stadtbahn U 41 (Rich­tung Brambauer / Brechten) bis zur Haltestelle Zeche Minister Stein fahren. In Fahrtrichtung der Stadtbahn rechts liegt das Zen­trum Minister Stein.

Einen Übersichtsplan finden Sie hier.