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Wie zuverlässig ist die Wis­sen­schaft?

Termine / Zeit / Ort:

16.04.2021 bis 23.07.2021 / Fr. 10.15 – 11.45 / GB III 310 (2 SWS)

In Präsenz, di­gi­tal, oder hybrid?

Je nach Vorschrift in Präsenz, di­gi­tal oder hybrid

Veranstaltungstyp:

Seminar

Se­mes­ter:

SoSe 2021

Dozent:

  • Dr. Klaus Kock

Inhalte:

Als interdisziplinäres Fach hat es die Raum­pla­nung mit un­ter­schied­lichen, teils konkurrierenden The­o­ri­en und Erkenntnissen ver­schie­dener Einzelwissenschaften zu tun. Wer sie nut­zen will, muss ein­schät­zen kön­nen, wie verlässlich sie jeweils sind und auf wel­che Fälle sie angewandt wer­den kön­nen. Der Planungsprozess beruht seinerseits auf wis­sen­schaft­lichen Grund­la­gen. Wer damit arbeitet, muss ein­schät­zen kön­nen, wie stichhaltig planungswissenschaftliche Erkennt­nisse sind und inwieweit sie praktisches Planungshandeln anleiten kön­nen.

Das Seminar befasst sich mit Fragen der Wissenschaftstheorie, d.h. mit dem Teilgebiet der Philosophie, das sich mit den Voraus­set­zun­gen, Me­tho­den und Zielen von Wis­sen­schaft und ihrer Form der Erkenntnisgewinnung be­schäf­tigt. Anders als in den empirischen Wis­sen­schaf­ten geht es hierbei nicht um die Fra­ge, was wir über dieses oder jenes Phänomen wissen, sondern da­rum, was wir überhaupt wissen kön­nen, wie wir Wissen er­zeu­gen und wie zuverlässig wis­sen­schaft­liche Erkennt­nisse sind. Kennt­nisse in der Wissenschaftstheorie gehören zu den Schlüsselkompetenzen von Wissen­schaft­lerinnen und Wis­sen­schaft­lern.

Nach einer Einführung zu grundsätzlichen Fragen wis­sen­schaft­licher Erkenntnisgewinnung wer­den im Seminar ver­schie­de­ne Ansätze der Wissenschaftstheorie behandelt. Es soll herausgearbeitet wer­den, dass es nicht die eine und einzige Lö­sung gibt für das Problem wis­sen­schaft­licher Verlässlichkeit, sondern dass die ver­schie­de­nen in der Geschichte der Wis­sen­schaf­ten entwickelten Ansätze unter be­stimm­ten Umständen ih­re jeweils eigene Berechtigung haben.

Die Relevanz jedes the­o­re­tisch­en Ansatzes wird anhand von Beispielen aus der Stadt- und Raum­pla­nung diskutiert. Auf diese Weise wird deutlich, dass Wissenschaftstheorie keine Gedankenakrobatik ist, sondern An­re­gung­en und Me­tho­den für Wissen­schaft­lerinnen und Wis­sen­schaft­ler bietet, ih­re eigene Ar­beit zu reflektieren, The­o­ri­en und For­schungs­er­geb­nis­se einzuschätzen sowie in wis­sen­schaft­lichen Debatten einen eigenen Standpunkt zu finden. 

Teilnahmevoraussetzungen:

Die Ver­an­stal­tung ist teilnahmebeschränkt. Das Anmeldeverfahren für alle Ver­an­stal­tun­gen findet zu Semesterbeginn statt. In­for­ma­ti­onen und Fristen wer­den auf der Homepage der Fa­kul­tät, per E-Mail und in der Informations- und Einführungsveranstaltung vor Vor­le­sungs­be­ginn be­kannt­ge­ge­ben.

Leistungsnachweis:

Voraussetzung für den er­folg­rei­chen Abschluss (mit Benotung) ist der Nachweis der regelmäßigen und aktiven Teil­nah­me. Daran knüpfen sich ins­be­son­de­re folgende Erwartungen und Verpflichtungen

  • qua­li­fi­zier­te Teil­nah­me mit Vor- und Nachbereitung
  • Literatur-, Me­di­en- und Institutionenrecherche mit Informationstransfer ins Seminar
  • vertiefende PowerPoint-Präsentation eines Projekt- und Themenmoduls mit Vor­trag/Moderation der Dis­kus­si­on und Überarbeitung nach Seminarergebnis

Fachbereich / Fa­kul­tät:

Fa­kul­tät Raum­pla­nung

Stu­di­en­gang:

Master Raum­pla­nung (2012)

Links:

 

Anfahrt & Lageplan

Anreise mit öf­fent­lichen Verkehrsmitteln

Vom Hauptbahnhof Dort­mund mit der Stadtbahn U 41 (Rich­tung Brambauer / Brechten) bis zur Haltestelle Zeche Minister Stein fahren. In Fahrtrichtung der Stadtbahn rechts liegt das Zen­trum Minister Stein.

Einen Übersichtsplan finden Sie hier.